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Nein zum missratenen Jagdgesetz

Das Bundesparlament will das Jagd- und Schutzgesetz (JSG) revidieren. Es hat jedoch einen unakzeptablen Gesetzestext beschlossen, der den Artenschutz aushöhlt. Dagegen haben BirdLife Schweiz und andere Organisationen das Referendum ergriffen. Sie empfehlen, NEIN zu stimmen.

Jagegesetz NEINDie Wildtiere verlieren immer mehr Lebensräume. Intensive Nutzung, Pestizide und Klimaerwärmung setzen ihnen zu. Über ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten steht auf der Roten Liste! Das scheint das Bundesparlament nicht zu kümmern: Bei der Revision des Jagd- und Schutzgesetzes JSG beschloss es einen Gesetzestext, der den Artenschutz aushöhlt. Mit dem neuen Gesetz sind Abschüsse geschützter Tiere viel leichter möglich – ohne dass diese je Schäden angerichtet haben. Einfach, weil sie da sind. Es braucht auch keine vorgängigen Massnahmen, um die Schäden ohne Abschüsse zu vermeiden. Davon können je nach Druck von Interessengruppen diverse geschützte Tierarten betroffen sein wie Luchs, Biber, Graureiher. Die Gesetzesrevision betrifft also längst nicht nur den Wolf allein.

Die JSG-Revision ist auch eine verpasste Chance, endlich Feldhase, Birkhahn, Schneehuhn und Waldschnepfe zu schützen. Die Jagd auf sie wird auf viele Jahre hinaus zementiert. Und besonders gravierend: Das Parlament schafft das Verbandsbeschwerderecht teilweise ab, welches das Volk erst vor wenigen Jahren mit 66% der Stimmen umfassend bestätigt hat!

Gegen dieses missratene Jagdgesetz haben BirdLife Schweiz, die Gruppe Wolf Schweiz, Pro Natura, WWF Schweiz und zooschweiz das Referendum ergriffen. Damit kommt das Jagdgesetz im Herbst 2020 vors Volk. Bitte stimmen Sie NEIN!