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Schattlibach: neues VNU-Projekt auf der Buchenegg

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Der VNU wird auf der Buchenegg zusammen mit der Buureheimet Brotchorb und Adliswil auf 3,5 Hektaren einen Wiesengraben renaturieren und viele neue Strukturen zugunsten der Natur geschaffen. Zahlreiche Tiere und Pflanzen werden profitieren.

Nach langer Vorbereitungszeit ist es so weit: Unser Projekt «Schattlibach» kann dieses Jahr umgesetzt werden. Dieses haben wir als Jubiläumsprojekt bei BirdLife Schweiz angemeldet. Zum 100-Jahre-Jubiläum des Verbandes waren «100 Naturjuwelen» gesucht. Um ein geeignetes Projekt zu finden, kontaktierten wir im Vorfeld verschiedene Landwirte, mit denen der VNU zusammenarbeitet.
Von den vorhandenen Ideen haben wir eine auserkoren. Der Vorschlag kam von Emanuel Wagner, Bereichsleiter Landwirtschaft auf dem Hof der Stiftung Puureheimet Brotchorb. Das Ziel: unterhalb des Restaurants Buchenegg einen Wiesengraben nachzustechen und aufzuwerten. Das Grundstück ist im Eigentum der Stiftung und wird von dieser bewirtschaftet. Nach und nach zeigte sich, dass neben der Aufwertung des Baches auf dem Gebiet noch einiges mehr für die Natur umgesetzt werden kann.
Unser Mitglied Philipp Schmid, beruflich im Bereich Landschaftsökologie tätig, unterstützte den Vorstand bei der Planung. Er arbeitete einen überzeugenden Vorschlag aus, dem nicht nur der VNU-Vorstand, sondern auch der Brotchorb zustimmen konnte.

Geplante Aufwertungen

  • Aufwertung des Entwässerungsgrabens: Diese wertvolle Struktur soll möglichst schonend von den Ablagerungen befreit werden. Dank vereinzelten Wurzelstöcken und anderen Strukturelementen im Uferbereich entstehen leichte Aufweitungen. Eine bestehende Geländemulde soll als Feuchtmulde ausgebildet werden. Sechs Kopfweiden und Erlen sollen neu den Bachlauf begleiten. Im untersten Bereich werden Schwarzdornsträucher als 15 m lange Uferbestockung gepflanzt.

  • Aufwertung der Wiesenfläche: Im nördlichen Bereich wird die heutige Wiese als Fromentalwiese aufgewertet. Dazu wird die Oberfläche von rund 3500 m2 mit einem Rototiller bearbeitet und mit artenreicher Saatmischung von Trockenwiesen aus der Umgebung angesät.

  • Anlage von Hecken: In der Fläche auffallen werden die neuen dornenreichen Hecken mit einer Gesamt­länge von 100 m. Daneben gibt es 30 m Nutzhecken, deren Früchte der Brotchorb verwenden wird.

  • Neue Hochstamm-Obstbäume: Dass auch noch 15 zusätzliche Hochstamm-Obstbäume von Pro-specie-rara-Sorten auf der Fläche gesetzt werden, freut uns zusätzlich.


Knacknuss
Was am Anfang als einfaches Projekt aussah, entpuppte sich während der Planung zunehmend als Knacknuss. Unzählige E-Mails, Einzelgespräche und Telefonate waren erforderlich, da sich sowohl die Gemeinde als auch der Kanton einschaltete. Bei letzterem waren auch noch mehrere Stellen involviert.

Ein grosser Dank
Emanuel Wagner von der Stiftung Puureheimet Brotchorb hat die Ausdehnung der ursprünglichen Idee von Anfang an mitgetragen und war immer offen für unsere Vorschläge. Damian Wyrsch vom Forstbetrieb Adliswil war bereits beim ersten Gespräch angetan vom Projekt, hat uns unterstützt und auch motiviert, nicht aufzugeben, trotz den Hürden bei den kantonalen Stellen. Die Stadt Adliswil übernimmt die Kosten für die Beschaffung der Sträucher und Bäume sowie für die Arbeiten am und entlang des Wiesengrabens und für das Anlegen der Flachmulde.
Bei den erwähnten und auch allen anderen Personen und Institutionen, die uns in dieser Sache unterstützt haben und es auch weiterhin tun werden, sowie bei Philipp Schmid bedanken wir uns herzlich.

Heidi Mathys

 

 


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